Call for Paper

Das Thema "Transfer" gewinnt an Universitäten, Hochschulen und Schulen zunehmend Aufmerksamkeit und Bedeutung. In diesem Zusammenhang können Fachdidaktiken eine wesentliche Rolle spielen. Eine ihrer Aufgaben besteht im wechselseitigen Erschließungsprozess von Personen und fachlichen Gegenständen, wobei der gesellschaftliche und lebensweltliche Kontext grundlegend mitzubedenken ist. Bewusst ist hier von einem wechselseitigen Erschließungsprozess die Rede, weil ein einliniges Verständnis von Transfer im Sinne einer Übertagung von wissenschaftlich erarbeitetem Wissen in andere gesellschaftliche Bereiche zu kurz greift. Für Fachdidaktiken ist der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die pädagogische Praxis von Hochschule und Universität, von Schule und Unterricht sowie an außerschulische Orte des Lernens grundlegend. Durch ihren Anwendungsbezug sind Fachdidaktik und fachdidaktische Forschung zudem von einem impliziten Transfergedanken geprägt. Fachdidaktische Forschung ist immer auch - zumindest in Teilen - Transferforschung. Auch im konstruktiven kollegialen Diskurs von Fachdidaktiker*innen in Wissenschaft und Schulpraxis wird Forschungstransfer geleistet und es ergeben sich vice versa neue Ausgangspunkte für fachdidaktisches Forschen.

Eine wesentliche Zielsetzung der Tagung besteht in der Präsentation und Diskussion fachdidaktischer Forschungsergebnisse im Kontext von Transfer und Bildung, was einerseits eine gegenwärtige Standortbestimmung fachdidaktischer Transferforschung ermöglichen und andererseits Perspektiven für zukünftige Forschung eröffnen soll.

Themenschwerpunkte

Als thematischer Schwerpunkt dieser GFD-ÖGFD-Tagung steht der Transfer von Wissen entlang verschiedener Transferdomänen im Vordergrund:

Strang 1

Transfer zwischen Fachdidaktiken untereinander und weiteren Bildungswissenschaften

Strang 3

Transfer zwischen Fachdidaktiken und Schule

Strang 2

Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft unter Berücksichtigung didaktischer Aspekte

Strang 4

Transfer zwischen Fachdidaktiken und Bildungspolitik, Öffentlichkeit sowie Hochschulleitung.

 

 

In Betracht kommt dabei fachdidaktische Transferforschung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene einschließlich der Reflexion ihrer jeweiligen Besonderheiten.

Die genannten Themenbereiche schließen eine Vielzahl verschiedener Transferformate und -strategien ein, so z. B. Lehrer*innenfortbildung, Kooperationsprojekte, Lehr-Lern-Labore, Publikationen und Materialien, digitale Plattformen und diverse Kooperationsmodelle.

Konkret zielt fachdidaktische Transferforschung z. B. auf Bedarfe aus der Praxis, auf Gelingensbedingungen und Wirksamkeit ausgewählter Transferformate sowie auf Gütekriterien für Transferleistungen. Darüber hinaus sind unterstützende Rahmenbedingungen des Transfers zu bedenken wie z. B. die Wertschätzung von Transferleistungen als Teil der wissenschaftlichen Tätigkeit, transferförderliche Infrastrukturen sowie einschlägige Ressourcen und Förder­programme.

Call for papers

Es besteht die Möglichkeit zur Einreichung von Beiträgen im Rahmen folgender Formate:

Einzelvortrag (EV) 20’ Vortrag plus 10’ Diskussion. Die Kurzdarstellungen für Einzelvorträge sollten eine Länge von 600 bis 800 Worten (2 Seiten inkl. Literatur) aufweisen.

Symposien (SY): Unter einer übergeordneten Fragestellung können in diesem Format (Gesamtdauer 90 min.) zwei bis vier Vorträge (20‘ Vortrag plus Diskussion) platziert werden. Besonders erwünscht ist es, in diesem Format Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen miteinander in den Dialog zu bringen. Ebenso wie bei den Einzelvorträgen ist für jeden einzelnen Beitrag eine Kurz­darstellung (Umfang siehe EV) einzureichen sowie zusätzlich von den Moderatorinnen und Moderatoren ein max. zweiseitiger Rahmentext, der das Thema des Symposiums und dessen Gestaltung darlegt.

Workshops (WS) und Diskussionsgruppen (DG): Dieses Format (Dauer 90 min.) zielt auf die aktive Mitwirkung der Teilnehmenden. Vorschläge für Workshops und Diskussionsgruppen sollen auf ein bis zwei Seiten beschrieben werden und sowohl das das Thema bzw. Produkt als auch die methodische Gestaltung darlegen.

Postervorträge (PV): Für die Postervorträge stehen den Vortragenden ca. 5 Minuten plus Zeit zum Nachfragen zur Verfügung. Die Kurzdarstellungen für Poster sollten eine Länge von 600 bis 800 Worten (ca. 2 Seiten inkl. Literatur) haben.

Die Einreichung erfolgt über Conf-Tool und sind zwischen 1. November 2021 und 31. Januar 2022 möglich.

Einreichung

Bitte melden Sie sich über diesen externen Link (conftool) für Ihre Einreichung an.

Nutzen Sie für Ihre Beitragseinreichungen bitte folgendes Template.